Zufriedene SVE-Bogner nach dem Wettkampf

Pfeile fliegen hoch und weit – Clout-Schießen beim SVE

Bei den Bogenschützen aus Ebhausen geht es nicht immer nur darum, mit dem Pfeil ins Gold einer Scheibe zu treffen. Manchmal üben sie ihre Künste auch in Wettkämpfen, die ihren Ursprung im Mittelalter haben – wie das Clout-Schießen. Die mittelalterlichen Langbogen wurden gebaut, um feindliche Krieger in größeren Entfernungen mit einem Pfeilhagel einzudecken. Um das zu üben, gab es das Clout-Schießen (Clout = Lappen, Fähnchen). Diese Wettkampfart mit Pfeil und Bogen ist in England mit der 180-Yard-Distanz noch heute Tradition. Dabei wird nicht auf Scheiben, sondern auf im Gras markierte Kreise geschossen. In der Kreismitte steckt eine Fahne, der Clout. Die Bogenabteilung des Schützenvereins Ebhausen richtet schon seit vielen Jahren im Rahmen ihres internen Fünfzehn-Kampfes so ein Clout-Schießen aus. Traditionsgemäß wird dabei mit Bögen ohne Visier geschossen. Die „Bogner“ haben immer wieder ihre Freude daran, die Pfeile mal wieder richtig weit fliegen zu lassen. Normalerweise schießen die Männer auf 180 Yards (165 Meter) und in der Damen- und Jugendklasse wird auf 140 Yards (125 Meter) geschossen. Diesmal haben sich die 15 TeilnehmerInnen auf eine einheitliche Distanz von 150 Yards geeinigt, das ist auch ganz schön weit. Nach zwei Proberunden landeten dann immer mehr Pfeile im Kreis rund um die Fahne. Die genaue Punkte-Wertung (von eins bis fünf) wurde mit Hilfe einer Schnur mit entsprechenden Markierungen ermittelt. Nach sechs Durchgängen zu je sechs Pfeilen wurden die Punkte addiert. Es siegte Susi Ressler mit 89 Punkten vor Harald Schmollinger (75) und Christoph Preuß (68).

In der Mittagspause wurde gegrillt und anschließend haben die SVE-Sportler eine Runde Bogen-Golf mit sechs Bahnen geschossen. Beim Bogen-Golf nimmt man statt Golfball und Schläger einfach Pfeil und Bogen. Ansonsten sind die Regeln und die Entfernungen ziemlich gleich. Am Ende muss nicht der Ball ins Loch, sondern der Pfeil in eine kleine zylinderförmige Scheibe treffen. Sieger ist, wer die wenigsten Schüsse benötigt hat. Wenn es gut läuft, kann der Treffer schon beim zweiten Schuss gelingen, meistens braucht man aber drei oder vier Schüsse. An diesem Tag war Susi Ressler einfach nicht zu schlagen. Sie absolvierte die sechs Bahnen mit nur 13 Schüssen. Dahinter folgten Christoph Preuß mit 14 und Jochen Züffle mit 15 benötigten Pfeilen. Je nach Platzierung in den beiden Wettbewerben gibt es dann für alle Starter und Starterinnen auch Punkte für den 15-Kampf. Aus der Gesamt-Punktzahl dieses Tages wird der „Kombinations-Sieger Golf und Clout“ ermittelt. Der dafür ausgesetzte Wanderpreis ging mit 24 Punkten an Susi Ressler. Dahinter landeten Christoph Preuß mit 21 Punkten sowie Armin Ohngemach und Helmut Spathelf mit jeweils 16 Punkten, Der Preis für den besten Jungschützen ging an Conrad Züffle.