Die Ebhäuser Bogner nach der Siegerehrung des Vollmondschießens, Jochen Züffle mit dem Wanderpreis.

Vollmond-Schießen hat für SVE-Bogner Tradition

Bogenschießen im Licht des Vollmondes hat einen ganz besonderen Reiz. Man sieht die Pfeile nicht fliegen und sieht nicht wo sie stecken. Nur die Einschläge sind zu hören. Erst bei der Trefferaufnahme werden Taschenlampen und Stirnleuchten eingesetzt. Das nennt sich bei den Bogenschützen des SVE „Vollmondschießen“. Der Termin für diesen internen Wettkampf wird schon immer am Ende des Vorjahres geplant und festgelegt. Für die diesjährige 21. Auflage hat man einen Vollmond-Termin im Frühjahr gewählt und hatte mit dem Wetter wie meistens richtig Glück. Nach einem sonnigen Tag stand bei Wettkampfbeginn gegen 20.30 Uhr der Mond schon hoch und hell leuchtend am Nachthimmel. Die Scheiben waren davon optimal beleuchtet. Die 13 TeilnehmerInnen schossen mit Bögen ohne Visier zehn Durchgänge mit jeweils drei Pfeilen. Nach der Auswertung der Schusszettel stand der Sieger fest: Jochen Züffle mit 268 von 300 möglichen Ringen. Er darf den großen Wanderpreis jetzt zum dritten Mal in Folge mit einem ausgedienten Pfeil verzieren und darauf seinen Namen „verewigen“. Auf den Plätzen folgten Hansjörg Engler (260 Ringe), Axel Wörner (255), Thomas Calmbacher (251) und Hubert Steimle (239).

Die Zeit bis zum Wettkampfbeginn hatte man genutzt für das fast ebenso beliebte Duo-Schießen. Die Zusammenstellung der Duos wird mit Spielkarten ausgelost. Dann muss ein Partner den Bogen halten, der andere die Sehne mit dem Pfeil ziehen und loslassen. Das ist wesentlich komplizierter wie das gewohnte Bogenschießen, aber vor allem für die Zuschauer sehr lustig. Es ist einfach amüsant wie sich die jeweiligen Partner gegenseitig abstützen und der eine die andere zu dirigieren versucht. Nach sechs Pfeilen pro Duo war der kleine Wettkampf auch schon beendet. Das Duo Christoph Preuß/Harald Schmollinger siegte mit 48 von 60 möglichen Ringen vor Susi Ressler/Hansjörg Engler (44) und Uschi Löffler/Volker Quintus (40). Zwischen den beiden Wettbewerben wurde gegrillt und gemütlich am Lagerfeuer gesessen. Dort ging der Abend dann nach der Siegerehrung auch ganz gemütlich zu Ende. Es ist halt immer wieder schön: vor sich ein schönes Lagerfeuer und ganz oben der hell leuchtende Vollmond.