Die Bogner peilen den Clout an

Clout- und Golf-Schießen in der Bogenabteilung

Um ganz genaues Treffen ging es zu Zeiten Robin Hoods meistens nicht, schon gar nicht darum, mit einem Kunstschuss einen Pfeilschaft zu spalten. Die Langbogen aus jener Zeit wurden gebaut, um feindliche Krieger in bis zu 200 Meter Entfernung mit einem Pfeilhagel einzudecken. Um das zu üben, gab es das Clout-Schießen (Clout = Lappen, Fähnchen). Diese Wettkampfart mit Pfeil und Bogen ist in England mit der 180-Yard-Distanz noch heute Tradition. Dabei wird nicht auf Scheiben, sondern auf im Gras markierte Kreise geschossen. In der Kreismitte steckt eine Fahne, der Clout. Die Bogenabteilung des Schützenvereins Ebhausen richtet schon seit dem Jahr 1991 im Rahmen ihres internen Fünfzehn-Kampfes so ein Clout-Schießen aus und diesmal gab es mit der 25. Auflage ein Jubiläum. Die 18 „Bogner“ hatten ihre helle Freude daran, bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel ihre Pfeile mal wieder richtig weit fliegen zu lassen. Das „richtig weit“ verdanken die Akteure Landwirt Rolf Kirn, der für einen Tag ein großes Wiesengelände in Monhardt für diese Veranstaltung zur Verfügung stellte. Nach zwei Proberunden landeten dann immer mehr Pfeile im Kreis rund um die Fahne. Die genaue Punkte-Wertung (von eins bis fünf) wurde mit Hilfe einer Schnur mit entsprechenden Markierungen ermittelt. Nach sechs Durchgängen zu je sechs Pfeilen wurden die Punkte addiert. Es siegte Helmut Spathelf mit 92 Punkten ganz knapp vor Susi Ressler (90) und Horst Lyßus (81).

Zur Einstimmung auf diesen Wettkampf hatten die SVE-Sportler eine Runde Bogen-Golf mit sechs Bahnen geschossen. Angelehnt an den Golf-Sport muss hier auf ganz unterschiedlichen Entfernungen zwischen rund 80 und 200 Metern jeweils eine kleine zylinderförmige Scheibe getroffen werden. Dort wo der erste Pfeil landet, wird der nächste geschossen. Wenn es gut läuft, kann der Treffer schon beim zweiten Schuss gelingen, meistens braucht man aber drei oder vier Schüsse. Auf dem weitläufig gesteckten Parcours in Monhardt, von dem alle Akteure begeistert waren, war man dann fast zwei Stunden unterwegs. Die Ergebnisse lagen ganz eng zusammen und bei Punktgleichheit entscheiden die zusätzlich notierten Zentrumstreffer über die Platzierung. Es siegte Jochen Züffle mit nur 13 Schüssen vor Uwe Meckbach (15) und Karl-Heinz Seeger (16 und 5 Zentrumstreffer). Je nach Platzierung in den beiden Wettbewerben gibt es dann für alle Starter und Starterinnen auch Punkte für den internen15-Kampf. Aus der Gesamt-Punktzahl des Tages wird der „Kombinations-Sieger Golf und Clout“ ermittelt. Der dafür ausgesetzte Wanderpreis ging mit 18 Punkten an Karl-Heinz Seeger, der als Monhardter praktisch ein “Heimspiel” hatte. Knapp dahinter landeten Helmut Spathelf und Horst Lyßus (beide 17). Bei der Siegerehrung gab es auch noch Preise für die besten Jungschützen. Die gingen an Rika Sophie Hausdorf in der Jugendklasse und an Conrad Züffle in der Schülerklasse.