Jagd-Turnier auf dem Bogenplatz

Die Bogenabteilung des SVE hat im Rahmen ihres alljährlichen 15-Kampfes wieder ein internes Jagd-Turnier auf dem Bogenplatz ausgerichtet. Dabei wird auf Tier-Nachbildungen aus einem Spezialschaum, sogenannte 3D-Ziele, geschossen. Bei den Tier-Attrappen wurde Abwechslung geboten: Keiler, Reh, Luchs, Eule, Alligator, Steinbock und einiges mehr waren zum Beschuss freigegeben. Mit allen Bogentypen durfte man teilnehmen, weil am Ende die erreichten Ringzahlen nach der sogenannten Lippek-Tabelle umgerechnet werden, so dass man mit jeder Bogenart die Chance auf den Gesamtsieg hat. Jürgen Lippek hat jahrelang Ergebnisse von Meisterschaften und Turnieren ausgewertet und daraus einen Vergleichs-Faktor errechnet. So wird z.B. das Ergebnis mit dem mittelalterlichen Langbogen und Holzpfeilen mit 0,92 und das mit dem modernen Compoundbogen mit 0,65 bewertet. Die Ziele stehen alle auf unterschiedlichen und nicht benannten Entfernungen, die man beim Schießen schätzen muss. Genau 20 Bogner in sechs unterschiedlichen Bogenklassen haben sich bei angenehmen Temperaturen mit reichlich Sonnenschein an dem Wettbewerb beteiligt.

Nach der Zwei-Pfeil-Runde am Morgen auf 12 Ziele führte Armin Ohngemach mit 60,00 Punkten vor Uwe Meckbach (53,36) und Stefan Werner (47,60). Bei der sogenannten Hunter-Runde (nur ein Pfeil pro Ziel) am Nachmittag ging es darum, mit diesem einen Pfeil möglichst ins „Kill“ zu treffen. Das brachte 10 Punkte. Für einen Treffer auf der Tierattrappe außerhalb des „Kills“ wurde nur ein Punkt gutgeschrieben. Auch hier hatte Armin Ohngemach mit 82 Punkten die Nase vorne. Dahinter folgten Stefan Werner und Ingolf Stephan mit jeweils 74 Punkten. Beim Punktesammeln für den 15-Kampf war dann Ohngemach mit seinen zwei Siegen am Vormittag und Nachmittag unangefochtener Spitzenreiter. Somit ging der ausgesetzte Wanderpreis für ein Jahr nach Jettingen.