Die Ebhäuser Bogner nach der Siegerehrung des Vollmondschießens, Armin Ohngemach mit dem Wanderpreis.

Vollmond-Schießen bei den SVE-Bognern

Normalerweise stellen Bogenschützen das Schießen ein, wenn es dunkel wird. Aber einmal im Jahr starten die Bogner des SV Ebhausen den Wettkampf erst nach Einbruch der Dunkelheit. Allerdings suchen sie dafür ein Wochenende im Herbst mit Vollmond. Das nennt sich dann „Vollmondschießen“ und das hat einen ganz besonderen Reiz. Man sieht die Pfeile nicht fliegen und sieht nicht wo sie stecken. Nur die Einschläge sind zu hören. Erst bei der Trefferaufnahme werden Taschenlampen und Stirnleuchten eingesetzt. Bei der diesjährigen 23. Auflage hatte man wieder Glück mit dem Wetter. Nach einem sonnigen Tag kamen gegen Abend Wolken auf. Aber pünktlich zum Wettkampfbeginn um 21 Uhr kam der Mond durch die Wolken zum Vorschein. Die Scheiben waren davon so erhellt, dass jeder sein Ziel erkennen konnte. Die 14 TeilnehmerInnen schossen mit Bögen ohne Visier zehn Durchgänge mit jeweils drei Pfeilen. Nach den 30 Pfeilen stand Armin Ohngemach mit sehr starken 273 Ringen auf dem 1. Platz. Vorjahressiegerin Patricia Mast übergab ihm den großen Wanderpreis, den er mit einem ausgedienten Pfeil verzieren und seinen Namen darauf „verewigen“ darf. Auf den Plätzen zwei bis sechs folgten ganz dicht zusammen Jochen Züffle (258 Ringe), Uwe Meckbach (255), Horst Lyßus (254), Hubert Steimle (253) und Stefan Wahl (250).

Die Zeit bis zum Wettkampfbeginn hatte man genutzt für das fast ebenso beliebte Duo-Schießen. Die Zusammenstellung der Duos wird mit Spielkarten ausgelost. Dann muss ein Partner oder eine Partnerin den Bogen halten, der oder die andere die Sehne mit dem Pfeil ziehen und loslassen. Das ist wesentlich komplizierter wie das gewohnte Bogenschießen, aber vor allem für die Zuschauer sehr lustig. Es ist einfach amüsant wie sich die jeweiligen Duos mit unterschiedlichen Schießstilen gegenseitig abstützen und der eine die andere zu dirigieren versucht. Nach sechs Pfeilen pro Mannschaft war der kleine Wettkampf auch schon beendet. Das Duo Susi Ressler/Helmut Spathelf siegte mit 59 Punkten vor Karl-Heinz Köhler/Harald Schmollinger (38) und Horst Lyßus/Stefan Wahl (37). Zwischen den beiden Wettbewerben wurde gegrillt und gemütlich am Lagerfeuer gesessen. Dort ging der Abend dann nach der Siegerehrung auch ganz gemütlich zu Ende. Es ist halt immer wieder schön: vor sich ein schönes Lagerfeuer und ganz oben der hell leuchtende Mond.

Dieser Beitrag ist bis zum 15.04.2020 verfügbar.