Offenes Mittelalter-Turnier voller Erfolg

Rund 50 traditionelle Bogenschützinnen und Bogenschützen sind beim 3. offenen Mittelalter-Turnier des Schützenvereins Ebhausen (SVE) angetreten. Sie waren überwiegend in mittelalterlicher Gewandung am Start und kämpften im Einzel um den Sieg in zwei ausgeschriebenen Klassen – Langbogen und Traditioneller Bogen. Holger Runft vom SVE führte als Moderator größtenteils in Gedichtform durch das Programm und zu Beginn liefen die „Ritter der Kokosnuss“ unter tosendem Beifall auf dem Bogenplatz ein. „Burgfräulein“ Tamara Weinaug eröffnete dann das Turnier mit einen Pfeil steil in die Luft, dem sollten die Teilnehmer mit ihrem eigenen Pfeil möglichst nahekommen. Das schaffte Uli Meyer aus Frankfurt am besten und wurde dafür mit einem Preis belohnt. 


 

Die SVE-Bogner hatten auf ihrem Platz zwölf Stationen aufgebaut, für die allerseits von den Teilnehmern viel Lob ausgesprochen wurde, die Liebe zum Detail sei überall sichtbar. Mit 3D-Tierattrappen von der Wildschwein-Rotte im kleinen Wäldchen über einen gedeckten Tisch mit Bierkrügen und Schinkenbraten bis zu einer Ansammlung von Ratten, die sich an einem verlassenen Lager mit erloschener Feuerstelle über die Reste hermachten, war viel Abwechslung geboten. In 5er-Gruppen absolvierten die Wettkämpfer die Stationen reihum zweimal. In der Langbogenklasse lagen die Spitzen-Ergebnisse ganz eng beisammen. Es siegte Michael Plata (SGi Bartenbach) mit 325 Ringen knapp vor Dirk Kegreiss (BS Herrenberg) mit 323 und Jürgen Schulz (BSB Bietigeheim) mit 320 Ringen. Mit dem Traditionellen Bogen siegte Stefan Werner mit 413 Ringen vor Jürgen Niemand (beide SVE) mit 318 und Norbert Schirk (BSF Mötzingen) mit 310 Ringen. Für die Sieger gab es einen naturgetreu nachgebauten „Ötzi-Pfeil“ aus einem Schössling des „Wolligen Schneeballs“ auf einem Sockel und einen schusstüchtigen Mini-Bogen samt Pfeilen, für die Platzierten Öl-auf-Holz-Bilder mit mittelalterlichen Motiven. Das alles wurde von den SVE-Mitgliedern Albrecht Meyer und Verena Kraft filigran gebaut, gebastelt und gemalt. Für die besten drei Jungschützen Ben Habermann, Simon Hiller und Luca Habermann (alle BSF Mötzingen) gab es Sonderpreise. 


 

Als Turnierabschluss folgte noch ein Glücks-Schießen steil in die Luft auf eine Schatztruhe und herumliegende „Münzen“. Das Treffen war nicht einfach, viele Pfeile verfehlten die Ziele, wenn auch teilweise ganz knapp. Nach sieben Runden traf Andreas Risch auf rund 60 Meter eine am Boden liegende „Goldmünze“. Der Preise dafür war ein von Jochen Züffle sehr schön gestalteter Wikinger-Stuhl. Bei der Siegerehrung bedankten sich Vorstand Holger Runft und Abteilungsleiterin Tamara Weinaug bei allen Teilnehmern und auch bei allen SVE-Helfern. Ohne diese wäre so eine Veranstaltung nicht machbar. Dann klang das Turnier in geselliger Runde aus.


 

Foto P1020390: Riesige Freude bei der Siegerehrung der Langbogen-Schützen

Foto: Helmut Spathelf


 


 

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Veröffentlichung

Mi, 22. Juli 2026

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